" Das freie Meer befreit den Geist..."
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Peter Macher

über das Segeln und Tauchen der letzten 30 Jahre

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Seit vielen Jahren bin ich ein begeisterter Katamaran-  und Trimaransegler.

Erlernt habe ich das Segeln als Jugendlicher am Hopfensee und am Lechbrucker See mit Tornados, natürlich habe ich auch so manche Jolle, FD, Pirat und Mooth gesegelt.

Als dann die ersten Fred Ostermann-Surfbretter am Hopfensee ankamen, war ich sofort dabei, um beim alten "Selbach-Bootsverleih" die erste Schulung mit den neuen Segelbrettern zu machen. Heute segle ich am Starnberger See in einer Eignergemeinschaft bestehend aus vier begeisterten Seglern einen Trimaran. Am Mittelmeer, meist Kroatien, chartern wir zusammen mit Freunden im Sommer oft einen grossen Katamaran. (z.B. Lavezzi, Lagoon, Dean, Outremer).

Unter anderem unternahm ich kleinere  und grössere Segelfahrten mit 24 -28 Fuß-Seglern. Zum Beispiel von Italien nach Tunesien und wieder zurück. Meist mit zwei Schiffchen zusammen.

Auch eine Schlauchboot Tour vom Typ Marshall S 50 und S 70 von Neapel, Palinuro über Lipari, Ustika, Skerki Bank nach Bizerta, Insel Galite (Tunesien) und wieder zurück über Sardinien. Diese Fahrt ist mir deshalb noch so gut in Erinnerung da wir einen längeren Tauchabstecher zum Skerki Riff machten .An diesem besonderen Platz gab es von Haien bis zu Wasserschildkröten einfach alles zu entecken. Später wiederholte ich diese Strecke noch einmal mit dem Trimaran F24 Piccolino. Ist eine eigene Erzählung wert.

Seinerzeit traf ich zufällig im Sport Nautic Club Bizerta Tunesien auf Herrn Knipping (bekannt durch selbige Schraube, eine Erfindung seines Vaters erzählte er mir). Er war gerade mit seiner Crew und zwei Wiking Werft- Schlauchbooten von Italien aus in Bizerta (Tunesien)  angekommen.

Meine großen Lehrmeister waren der italienische Capitano Lungo Corso, Leonardo Fusco aus Neapel/Palinuro als Eigner der beiden Arbeits - Tauchschiffe M/S Paguro und M/S Palinuro II.  Dazu kam später noch Capitano Lungo Corso Batista aus Viareggio zuständig für die damals wohl größte im Mittelmeer befindliche Privat Yacht der Eignerfamilie die M/S Diana II.  (Gebaut bei Van Lent in Holland)
 Es folgte der englische Berufs Kapitan Steve Gran. Mit Ihm, der Eignerfamilie  und deren Privat Yacht eine Azimut, die M/S El Golfo aus Marbella, fuhr ich die Küste von Genua, Elba, Sardinien, Korsika, Tunesien bis rund Sizilien ab. Ihnen allen habe ich einen Großteil meiner Kenntnisse und Erfahrung auf See zu verdanken . Mit diesen Berufs Kapitänen  und den Ihnen anvertrauten Yachten lernte ich über mehrere Jahre das gesamte Mittelmeer zu fast allen Jahreszeiten, Tag und Nacht richtig kennen. Darunter waren auch zwei Atlantik Überquerungen .Respekt vor dem Meer ist das Fazit aus all diesen Fahrten und Erlebnissen.

Die  Boots und Segel-Scheine ( die Amtlichen) die ich am Anfang meiner Segelboot Zeit machte, waren   nur als Grundlagen zu bezeichnen, aber halt ohne jeglichen größeren Erfahrungswert. So sehe ich das auch Heute noch.

 Das Segeln ist  für mich als sehr schönes Hobby von dem allem übrig geblieben.

Beruflich war ich nach einer erfolgreichen Ausbildung im metalltechnischen Handwerk und gleich danach mit der vorgeschriebenen Voraussetzung einer weiteren erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung im Bauhandwerk bereit, für die dritte und eigentlich von mir angestrebte Ausbildung, als geprüfter Taucher. Erst als staatlich  geprüfter  Taucher (1977 IHK Rhein - Neckar) und später mit dem Abschluß der  Meisterprüfung (1982 IHK Rhein - Neckar) war ich sehr viel unterwegs im In und Ausland auf verschiedenen Arbeits-Tauchschiffen.

Spektakulär im Inland war damals die von mir geleitete und durchgeführte Suche im Inn bei Mühldorf nach dem Tafelsilber von Kurfürst Maximilian den II.( Teile davon in der Schatzkammer der  bayerischen Residenz. TV Dokofilm. Bayern III. - Unter unserem Himmel - Der Schatz vom Inn. - Produziert von Friedrich von Thun). Am Starnberger See endeckte ich innerhalb meiner Berufsausübung als Taucher für Kampfmittelbeseitigung durch Zufall einen der ersten Einbäume im See (Heute im deutschen Museum) und auch alte aber durchaus noch scharfe Bomben wurden geborgen. Ein weiterer großer Fund, war eine römische Galeere voll mit Tellern und Amphoren vor der Insel Ustica ( im Museum von Palermo zu sehen) .usw....

Ich tauche Heute  nur noch, wenn es unbedingt sein muss. Zu viel Stunden habe ich im eiskalten Wasser und in Druckkammern verbracht und das nicht nur im Mittelmeer sondern auch in Flüssen und Hafenbrakwasser, abgestanden ,ölig und unter riesigen Schiffsschrauben und Rümpfen im völligen Dunkel des Grundes. Dazu kamen sehr viel Sauerstoff Helium Tauchgänge mit großen Tiefen weit über die 100m Grenze im Mittelmeer zusammen . Da darf man fast ein bischen stolz sein, daß man das so super überstanden hat. Einige Tauchkollegen haben das leider nicht überlebt. Ich hatte das Glück einen ausgezeichneten und äußerst erfahrenen Lehrmeister des Tieftauchens in Capitano Leonardo Fusco aus Neapel gefunden zu haben. Von ihm habe ich beim Tauchen jenseits der 100 m Tiefe  im völlig offenen Meer mit Trimixgas (Dräger FGG III Geräte) enorm profitiert und gelernt. Die deutsche Ausbildung samt Meisterbrief als Berufstaucher hätte zum Mischgastauchen mit Trimixgas  auf solchen Tiefen damals nicht gereicht. Aber es war ein guter Grundstock dafür, um darauf aufzubauen.

 Leonardo Fusco,  war zu dieser Zeit in Europa wohl einer der besten und gefragtesten      Tieftauchexperten . Durch seinen ständigen Kontakt und Austausch mit Dr. A. Bühlmann (Schweiz, Zürich)  bezüglich der neuen Helium/Sauerstoff Austauch Tabellen waren wir immer auf dem neuersten Stand. Das war für mich als Taucher bei L.Fusco von größtem Vorteil.

Wieder war das wichtigste -  fast unbewusst ! Das sammeln von Erfahrungen -  und das macht das Leben - so finde ich wenigstens -  aus. Deshalb raus und zum Beispiel Segelerfahrungen sammeln. Das schadet nie.

Über Segeln und Tauchen könnte ich noch viel schreiben bzw. erzählen. Aber evtl. kann man ja mal auf dem nächsten Törn drüber reden.

Ich wünsch` noch:

 “Immer eine Hand breit Wasser unter`m Kiel, bis bald”

 Gruss Peter

 

 

 

 

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